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Fertiglesebrille: Vollwertige Sehhilfe oder Notlösung?

Fertiglesebrillen sind ein Dauerbrenner. Die Sehhilfen sind in Supermärkten, an Tankstellen und an Autobahnraststätten erhältlich und kosten meist nur wenige Euro. Der Erfolg von Fertiglesebrillen überrascht nicht, denn nahezu jeder ist ab einem gewissen Alter mehr oder minder stark von der Altersweitsichtigkeit betroffen. Die kostengünstigen Modelle erleichtern den Betroffenen den Alltag, denn sie ersparen das ständige Mitführen einer einzigen Lesebrille. Fertigbrillen werden im Auto, am Arbeitsplatz und in der eigenen Wohnung deponiert und sind im Bedarfsfall permanent griffbereit. Doch halten die billigen Sehhilfen in der Praxis tatsächlich, was sie versprechen?

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Altersbedingter Verlust der Sehschärfe

Altersweitsichtigkeit, kurz Presbyopie, trifft über kurz oder lang jeden. Ab einem Alter von 40 Jahren beginnt für viele Menschen der Kampf mit dem Kleingedruckten. Zunächst fällt es zunehmend schwerer, den Beipackzettel von Medikamenten zu entziffern, später weitet sich die Sehschwäche auf Zeitungsartikel und Bücher aus. Altersweitsichtigkeit ist keine Erkrankung, sondern ein normaler Funktionsverlust des Auges und somit eine Folge des Alterungsprozesses. Es sinkt die Anpassungsfähigkeit des Auges an unterschiedliche Sehdistanzen mit dem Ergebnis, dass Objekte nicht mehr scharf umrissen sind und die Konturen verschwimmen. Mithilfe einer Lesebrille wird die fehlende Brechkraft der Augenlinse ausgeglichen und korrigiert. Eine gute Lesebrille wird genau an die jeweilige Sehstärke angepasst und berücksichtigt dabei die exakten Dioptriewerte beider Augen, die in der Regel unterschiedlich sind.

Lesebrillen von der Stange: Modische Sehhilfen mit funktionellen Einschränkungen

Optiker stehen den Sehhilfen von der Stange seit Jahren skeptisch gegenüber und weisen auf die unterschätzten Gefahren bei der dauerhaften Benutzung von Fertiglesebrillen hin. Dessen ungeachtet führen selbst große Optikerketten ein Sortiment modischer Fertiglesebrillen zu günstigen Preisen. Die meisten Modelle kosten weniger als 10 Euro, da sie in großer Stückzahl industriell hergestellt werden. Der Nachteil der Brillen von der Stange: Sie passen nur ungefähr. Zwar informieren Aufkleber über die jeweilige Dioptriestärke, doch dieser Wert gilt stets für beide Augen. Unterschiede in der Hornhautkrümmung und der damit verbundenen unterschiedlichen Sehstärke auf rechtem und linkem Auge können bei einer Fertiglesebrille aus dem Supermarkt nicht berücksichtigt werden. Da nur etwa jede Zehnte von Altersweitsichtigkeit Betroffene auf beiden Augen den exakt gleichen Dioptriewert aufweist, bildet die Fertiglesebrille nur für diesen Personenkreis eine alltagstaugliche Lösung. Darüber hinaus können Billiglesebrillen nicht den genauen Pupillenabstand berücksichtigen. Der Durchblickpunkt kann aus diesem Grund nicht exakt passen.

Kennzeichnungspflicht für Billigbrillen

Fertiglesebrillen müssen mit deutlichen Warnhinweisen gekennzeichnet sein, die auf die Einschränkungen der Sehhilfen im Alltag hinweisen. Erfolgt der Kauf beim Optiker, sollte eine umfassende Beratung in Anspruch genommen werden, ansonsten verrät ein Anhänger Details zum Einsatz und Gebrauch der Lesebrille. Unter anderem darf der Hinweis, dass die Brille nur zum Nahsehen und Lesen geeignet ist, nicht fehlen. Darüber hinaus darf die Fertiglesebrille nicht beim Führen eines Kraftfahrzeuges im Straßenverkehr eingesetzt werden. Häufig wird dieser Hinweis durch das Symbol eines durchgestrichenen Autos kommuniziert. Eine weitere Warnung auf dem Etikett bezieht sich auf die vorherige fachkundige Überprüfung der Sehfähigkeit und der damit verbundenen Gesundheit der Augen. Allein dieser Warnhinweis bestätigt, dass die Fertiglesebrille aus dem Supermarkt nicht mehr als ein Kompromiss bei altersbedingter Presbyopie ist. Die Angabe zur Dioptriestärke bezieht sich immer auf beide Augen und lässt Unterschiede in der Sehstärke unberücksichtigt.

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Fachkundige Untersuchung beim Augenarzt

Obwohl altersbedingte Presbyopie keine Krankheit, sondern eine normale Einschränkung der Sehstärke ist, sollte vor dem Kauf einer Brille eine fachkundige Untersuchung beim Augenarzt erfolgen. Der Mediziner ermittelt die exakten Dioptriewerte für beide Augen und stellt die individuelle Sehstärke fest. Der Augenarzt vermisst die genaue Pupillendistanz, die für die Anfertigung einer guten Lesebrille große Bedeutung besitzt. Sie liegt bei den Menschen in der Regel zwischen 50 und 70 mm. Bei Fertiglesebrillen ist die Pupillendistanz meist auf einen Mittelwert eingestellt, der bei rund 62 mm liegt. Wer ausschließlich Fertiglesebrillen benutzt, ohne eine professionelle Untersuchung durchgeführt zu haben, neigt aufgrund falscher Sehstärke häufig zu Kopfschmerzen oder geröteten Augen durch die Überanstrengung der Sehorgane. Die Billigbrille aus dem Supermarkt landet aus diesem Grund im günstigsten Fall einen Zufallstreffer. Im Rahmen der Untersuchung beim Augenarzt wird die Brechkraft der Augen ermittelt und im Anschluss wird die optimale Behandlungsform gemeinsam mit dem Patienten bestimmt.

Optimale Anpassung der Lesebrille durch den Optiker

Nach der Untersuchung beim Augenarzt mit integriertem Sehtest wird in der Regel ein Brillenpass ausgestellt, der die exakten Werte enthält. Nach diesen Vorgaben werden beim Optiker individuelle Gläser für die Lesebrille hergestellt, die im Anschluss in ein Brillengestell eingepasst werden. Das Brillengestell kann unter Berücksichtigung modischer Aspekte aus einer Vielzahl an Modellen ausgesucht werden. Entscheidet man sich für einen ortsansässigen Optiker, erfolgt vor Ort die Überprüfung des exakten Sitzes des Gestells auf der Nase und der Bügel hinter den Ohren. Eine Alternative bildet der Kauf einer Lesebrille bei einem Online-Optiker. Mithilfe einer Webcam kann das ausgewählte Brillengestell anprobiert und begutachtet werden. Die Eingabe der zuvor vom Augenarzt ermittelten Werte erfolgt auf der Webseite des Anbieters und nach wenigen Tagen wird die professionelle Lesebrille bequem nach Hause geliefert.


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